Ereignisse des Jahres 1983

März 1983: Dr. Hamer hält einen Vortrag auf dem Internationalen Naturheilkunde-Kongress in Mainz. Obwohl er von den Kongressteilnehmern als der wesentlichste Beitrag angesehen wurde, war er der einzige Vortrag der nicht gefilmt werden durfte. Das setzte Herr Mornewieg, Leiter des Hessischen Fernsehen Kassel, durch. Auf seinen Druck hin wurde Dr. Hamer aus der anschließenden Podiumsdiskussion, die gefilmt wurde, ausgeladen. Die Kongressleitung entschuldigte sich und der Beitrag wurde mit Verspätung im Juni-Heft des HP-Journals abgedruckt.

August 1983: In einem Senioren- und Pflegeheim in Gyhum beginnt Dr. Hamer eine Pilotstudie über „die Diagnostik und Therapie entsprechend der Eisernen Regel des Krebs“. Am Ende der Studie soll ein internationales ärztliches Schiedsgericht, unter Vorsitz des Vorsitzenden der Ärztekammer Niedersachsen/Bezirk Stade Dr. Weinhold und weiteren 7 Professoren und Dozenten, darüber befinden, ob die Eiserne Regel des Krebs richtig ist.

September 1983: Dr. Hamer stellt die „Landkarte des Gehirns“ zusammen – Diagnosetabelle.

06.12.1983: Trotz einer beispiellosen Pressekampagne und wütender Hetze gegen Dr. Hamer und seine Klinik in Gyhum findet an diesem Tag das internationale ärztliche Schiedsgericht statt. Es wurden auch 15 der 30 anwesenden Patienten befragt und bei sämtlichen Fällen eine Begutachtung der Röntgenbilder und CTs und aller Labordaten durchgeführt. Jeder der von Dr. Weinhold willkürlich herausgegriffenen Fälle verlief präzise nach der Eisernen Regel des Krebs. Trotzdem wird im Ergebnis der Prüfungskommission behauptet:

 „Die von Dr. Hamer vorgetragene sog. „Eiserne Regel des Krebs“ konnte in ihrer Strenge nicht nachvollzogen werden.“

Einige Patienten werden in dem Dokumentarfilm aus dem Jahre 1984 Sanatorium Rosenhof vorgestellt.

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Dr. Hamer gibt seine Entdeckung im ARD bekannt.

Dr. Hamer versucht, Krankenhäuser für seine Patienten zu eröffnen. Mehrmals werden sie aufgrund des Zusammenspiels von Behörden, Gerichten, Presse und Krebshilfe geschlossen. Die Patienten werden durch die Polizei auf die Straße gesetzt.
Briefe von Patienten an Behörden zwecks Überprüfung bleiben ergebnislos, ohne Antwort oder werden mit dem Vermerk: „Nicht angebracht“ zurückgeschickt.

Dr. Hamer wird von Interpol überwacht. Nur Boulevardblätter berichten sporadisch über Dr. Hamer, meistens mit einer unwissenschaftlichen Gegendarstellung eines Professors.